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48-V-Phantomspeisung

Erschienen in Ausgabe 451, Juli/August 2008

Eine Phantomspeisung mit 48 V ist der Standard für professionelle Kondensator-Mikrofone. Diese Spannung wird über zwei 6,8-kO-Widerstände auf die beiden Adern des symmetrischen und abgeschirmten Mikrofonkabels gegeben. Dabei sind die Absolutwerte unkritisch, denn eine großzügige Toleranz der Widerstände von ±20 % ist erlaubt – die Werte dürfen sich allerdings lediglich um weniger als 0,4 % voneinander unterscheiden. Der Hintergrund hierfür: Etliche Mikrofone sind mit einem Ausgangsübertrager bestückt und die Versorgung wird dabei an die Mittelanzapfung der Sekundärseite angeschlossen. Die Ströme fließen so gegensätzlich in den beiden Wicklungshälften und die resultierenden Magnetfelder heben sich folglich auf. Allerdings nur, wenn sie auch wirklich fast gleich groß sind. Ist das nicht ausreichend der Fall, dann kann es zu Sättigungseffekten im Kern des Übertragers kommen, was mit unnötigen Verzerrungen und einer Reduktion der Dynamik des Audiosignals bestraft wird.
Mit einer Belastbarkeit von immerhin 0,4 A kann das hier vorgestellte 48-V-Netzteil mindestens 40 Mikrofone gleichzeitig versorgen.

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