OBD
zwischen Ökologie, Markt und Big Brother
Erschienen in Ausgabe 438, Juni 2007
OBD – die On-board-Diagnose der Auto-Elektronik – ist ursprünglich als Instrument zur Verbesserung der Luftqualität eingeführt worden. Inzwischen ist der ökologische Aspekt fast schon in Vergessenheit geraten. OBD ist heute ein Schlüsselelement für die Arbeit jeder Kfz-Werkstatt - und damit auch ein Markt-Instrument, das den Wettbewerb zwischen Vertragswerkstätten und freien Anbietern beeinflusst. Die aus den OBD-Systemen gewonnenen Daten könnten von den Automobilherstellern auch als Marketing-Instrument genutzt werden. Und wenn beim geplanten OBD-3-Standard tatsächlich Fahrzeugdaten per Funk im Vorbeifahren abgefragt werden, dann will die Politik bestimmt nur „unser Bestes“ – nämlich unsere ganz privaten Daten…
Wichtiger Hinweis: Der OBD-Analyser eignet sich nur für Fahrzeuge, die OBD-2/EOBD-fähig sind. EOBD ist in der EU für die Zulassung neuer Fahrzeuge vorgeschrieben: Seit 01.01.2001 für alle Pkw mit Ottomotor. Seit 01.01.2004 für alle Pkw mit Dieselmotor. Liegt die Erstzulassung Ihres Autos vor dem angegebenen Stichtag, sollten Sie vor dem Bau des OBD-Analysers zum Beispiel in der Internetdatenbank von Florian Schäffer [4] nachsehen, ob es mit OBD-2 kompatibel ist.
|
Nachfolgend können Sie diesen Artikel als PDF-Datei herunterladen.
|