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Thema: (Pumpen-)Motorsteuerung -Softanlauf-
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herch
36 Beiträge
 Seltener Benutzer
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18-01-2012 09:29
Hallo Klaus,
such mal nach "ver968de.pdf" von moeller. In dem Fachaufsatz geht es um "Starten und steuern von Drehstrom-Asynchronmotoren".
Dort werden Direkter Motorstart, Stern-Dreieck Starter, Softstarter (mit Phasenanschnitt) und Frequenzumrichter beschrieben.
Stell doch einfach mal ein Foto von dem Motor und dem Typenschild ins Forum, vielleicht erkennt man ja Details, die dir bisher noch nicht aufgefallen sind.
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coolzero0001
15 Beiträge
 Neuer Benutzer
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18-01-2012 14:59
Hallo Klaus,
beim Frequenzumrichter ist alles schon integriert.
Er muss lediglich richtig parametriert werden und angesteuert werden.
s.u.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumrichter
Gleichrichten, Wechselrichten, Sanftanlauf
Erkundige dich mal bei einem Elektozulieferer die haben da Erfahrung.
(Bürkle, Schneider)
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EthioKlaus
7 Beiträge
 Neuer Benutzer
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18-01-2012 17:47
@herch: Danke, ich werde mal schauen...aber erst heute nacht...die Schwestern hier haben das garnicht so gern mit dem Internet...
@coolzero0001: Damit waeren wir dann wieder bei dem Thema IMPORT (siehe meinen Eingangstext). Die Chinesen haben hier das Importrecht fuer diese Art Steuerungen...dafuer habe ich das alleinige Importrecht fuer Elektronikbauteile in Addis Ababa und 150km Umkreis....
Deshalb wollte ich ja selber bauen...
LG und bis heute Nacht....
Klaus
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Woldig
167 Beiträge
 Stammgast
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18-01-2012 20:01
Guten Abend, Klaus!
Deine Beiträge habe ich mit Interesse gelesen und verstehe Dein Problem wie folgt:
a. Du hast eine Hauswasserversorgung die aus einem Tiefbrunnen (ca. 30m) versorgt wird. Das Wasser wird mittels Elektromotor, der eine Pumpe antreibt, gefördert. Der Fördermotor und Wasserstandsensoren werden mit einem „Controller“ überwacht.
b. Der Motor wird aus dem örtlichen Stromnetz mit Drei-Phasen-Drehstrom, 380V (?) gespeist. Der Anschlußwert des Motors sind 25kW.
c. Das Stromnetz ist unzuverlässig, fällt teilweise bzw. zeitweise aus und schwankt in Spannungshöhe und Frequenz.
d. Als Ergebnis der örtlichen Situationen sterben die „Controller“ den Stromtod.
Anmerkung: Ich glaube nicht, daß die „Controller“ mangelhaft sind!
Du bittest nun um Unterstützung bei der geplanten Eigenanfertigung eines „Controllers“, nachfolgend Steuergerät genannt, das den Motor bei voller Leistung sanft anlaufen läßt, den Füllstand im Tank und den Pegel im Saugrohr kontrolliert und diese Kontrollfunktionen in die Motorsteuerung integriert.
Ein sanfter Anlauf des Motors bei voller Leistung (25kW) wird sich nicht verwirklichen lassen, denn die Leistung des Motors berechnet sich nach der Formel:
P = 1,73 x U x I x cos Phi
Der einzige Multiplikand, der verändert werde könnte, ist die Spannung. Erhöht man die Spannung steigt die Leistung (und der Strom), verringert man sie hingegen fällt die Leistung (und der Strom). Der Strom folgt der Spannung!
In einer Stern-Dreieck-Schaltung, die hier angesprochen wurde, wird der Strom in Sternschaltung zunächst auf ein Drittel abgesenkt, d. h. der Motor hat dann auch nur ein Drittel seiner Leistung, um danach bei vorgegebener Drehzahl auf Dreieck umgeschaltet zu werden. Diese Schaltungsvariante fällt aber aus, wie aus den Angaben auf dem Motortypenschild zu entnehmen ist. Anderenfalls müßte es etwa heißen 3 Phasen 220V/380V 25kW und das Klemmbrett hätte sechs Stehbolzen für die Verkabelung, ohne die Anschlüsse für Mittelpunktleiter (Neutralleiter N) und Gehäuseerde (Masse).
Du schreibst weiterhin, daß Deine Steuergeräte mit „dicken Spulen“ bestückt waren. Diese Tatsache läßt die Vermutung aufkommen, die Spulen dienten als Drosseln die in die drei Speiseleitungen L1, L2 und L3 eingeschleift waren. Drosseln haben grundsätzlich die Aufgabe Strom zu begrenzen. In einem Steuergerät wirken die Drosseln dem starken Anlaufstrom des Motors entgegen, da der ansteigende Strom in der Drossel eine Spannung erzeug, die der angelegten Spannung entgegen wirkt. Diese Gegenspannung verringert die angelegte Spannung und läßt auf diese Weise den Motor sanft anlaufen. Treten nun aber Netzschwankungen, Laständerungen am Motor oder Netzausfälle auf, so wird der Strom durch die Drosseln ebenfalls stark schwanken und die Drosseln erwärmen sich, ggf. bis sie durchbrennen.
Meiner Meinung nach solltest Du einen anderen Lösungsansatz suchen um Dein Problem der Wasserförderung zu lösen.
a. Muß der Motor tatsächlich 25kW leisten um das Wasser zu fördern? D. h. reicht ein leistungsschwächerer Motor für diese Aufgabe?
b. Kann der Querschnitt der Förderleitung (Steigrohr) verringert werden?
c. Bei Motoren großer Leistung könnte man einen sogenannten Anwurfmotor verwenden. Der Anwurfmotor bringt den großen Motor auf ungefähre Nenndrehzahl, der Anwurfmotor wird ausgeschaltet, der große Motor wird aktiviert und danach die Förderpumpe eingekuppelt.
Durch dieses Verfahren würde sich eine Stromregelung für den großen Motor erübrigen, nicht aber die Netzüberwachung und/oder Füllmengenmessungen im Wassertank ebenfalls nicht die Wasserstandmessung im Steigrohr ersetzen.
d. Eine weitere Alternative wäre die Stromversorgung des Pumpenmotors durch einen Generator, der z. B. von einem Dieselmotor angetrieben wird.
Wenn Du dennoch eigene Ziele verfolgen willst, die Steuerung von drei Phasen erfordert einen dreifachen Aufwand, d. h. in jede Phase wird eine gleiche Steuerung eingeschleift. Mit welchem Strom zu rechnen ist kannst Du mit obiger Formel errechnen. Ich würde bei der Auswahl der Bauteile eine Sicherheit von 100% berücksichtigen, - wegen der schlechten Netzversorgung. Zu beachten ist fernerhin, die drei Phasen sind nacheinander um jeweils 120° versetzt.
Viel Erfolg und Gruß,
woldig
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EthioKlaus
7 Beiträge
 Neuer Benutzer
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19-01-2012 09:43
Hallo woldig,
ersteinmal vielen Dank fuer die Ausfuehrungen.
Leider ist es wichtig, dass die Drehzahl des Motors geregelt werden kann, damit die Pumpleistung angepasst wird. Es darf nicht mehr Wasser gefoerdert werden als nachfliesst, sonst kolabiert nicht nur das Bohrloch nach einiger Zeit sondern auch Erdschichten druecken sich zusammen. Soll heissen, dass der Spalt in dem jetzt das Wasser ist dem Druck der darueber gelagerten Erdschichten "Paroli" bietet zusammen gedrueckt wird und dann war es das an dieser Stelle mit einem Brunnen....
Bisher wurde das "irgendwie" von dem China-Controller geregelt. Da die aber alle Bauteile abschleifen - also keinerlei Beschriftung mehr zu sehen ist, ist es schwierig nachzuvollziehen was die da treiben. Ich kann 12 riesige (wahrscheinlich) MOSFET's erkennen und einen 3-Phasen Gleichrichter, der sicherlich 1kg wiegen duerfte.
Ein leistungsschwacherer Motor kommt glaube ich nicht in Frage, da die Pumpe ja jetzt bereits einige Zeit zum Ansaugen braucht und der Druck am Ende auch nicht deutlich ueber 1,2bar liegt. Deshalb wird das Wasser (und auch zur Aufbereitung/Entsaeuerung) in einen 15000l Tank gepumpt und von dort via Boosterpump ins Hausnetz eingespeisst. Den Rohrdurchmesser zu veringern ist glaube ich nicht so einfach moeglich, da alles entsprechend installiert ist und der Brunnen/das Bohrloch mit Anschlussflanschen verschlossen ist....es muesste also alles getausch werden....der Brunnen hat mich 38.000 USD gekostet. inkl. der Wasserstoffverwertungsanlage/Brennstoffzelle fuer den bei der Wasseraufbereitung anfallenden Wasserstoff.
Jetzt wieder alles neu zu machen waere ein wenig ausserhalb des Budget...
Ich wuerde ja ein Foto anhaengen, bin aber immernoch in Washington im Krankenhaus und werde hier (hoffetlich) Ende Januar fertig sein.....
Jetzt werde ich versuchen zu schlafen....ist immerhin schon 3:40am...scheiss Krebs...
Gute Nacht und LG
Klaus
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Woldig
167 Beiträge
 Stammgast
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19-01-2012 11:12
Guten Morgen, Klaus!
Ich wünsche gute Besserung und Erfolg bei der Therapie.
Du bist z. Z. in Washington, DC oder state, auf jeden Fall in den USA, diese Tatsache eröffnet weitere Möglichkeiten zur Lösung Deines Problems.
Wenn Du also ggf. an einem pragmatischen Vorschlag interessiert bist so sende mir eine e-mail an: woldig@web.de und vermerke im Betreff: Pumpensteuerung.
Eine direkte Kontaktaufnahme außerhalb des Forums ist notwendig aufgrund: Nutzungsbedingungen für das Forum, § 3 Verhaltensregeln (7).
Gruß, woldig
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Thomas Scherer
822 Beiträge
 Elektor-Experte
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19-01-2012 12:46
Wenn Du schon in den USA bist: Nicht nur in ebay.de sondern auch in ebay.com gibt es jede Menge gebrauchte Industrie-Frequenzumrichter.
Beispiele:
http://www.ebay.de/itm/Danfoss-Frequenzumrichter-131F0340-FC102-45-KW-/320820293002?pt=Motoren_Getriebe&hash=item4ab2612d8a#ht_2828wt_1374
oder
http://www.ebay.de/itm/SEW-Leistungsteil-MOVIDRIVE-MDV60A0300-41-kVA-30kW-NEU-/150412876366?pt=Motoren_Getriebe&hash=item23054e5a4e#ht_3621wt_1428
Und außerdem gibt es Händler für gebrauchte und Restposten-mäßige neue Umrichter mit westlicher Technik auch in den USA.
Besorge Dir so ein Teil, sofern es extern ansteuerbar ist, dann hast Du das Schwierigste hinter Dir.
Vom Selbstbau des Leistungsteils rate ich Dir aufgrund mangelnder Kompetenz - die schließe ich aus Deinen Fragen - dringend ab. Gib es auf!
Für so etwas bräuchte auch ich sehr viel Zeit und ich bin halbwegs fit in Sachen Elektronik - aber eben kein Spezialist für Leistungs-und Industrie-Elektronik. Sowas zaubert man nicht aus dem Hut. Man sollte sich nicht überschätzen. Das wird nur Frust und sicher nicht besser als die chinesische Technik.
So ein fertiges Teil kannst Du als electronic module einführen und brauchst nur noch die Steuerung für Pegel etc. machen für den fertigen und funktionsfähigen Umrichter. Aber auch da musst Du Dich vorher schlau machen, welcher Umrichter genau passt für Deine Zwecke. Das Elektor-Forum reicht hier beim besten Willen nicht aus, die nötigen Lücken zu schließen. Da brauchst Du Infos von Leuten, die sich mit sowas professionell beschäftigen.
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Bosco
298 Beiträge
 Erfahrener Benutzer
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18-02-2012 13:56
Hallo Klaus,
so ganz nachvollziehbar ist für mich die Motorstärke nicht.
Ich lebe in Thailand und bin auf Wasserselbstversorgung angewiesen.
Mein "Brunnen" ist cá 18m tief und die Pumpe ist eine Doppelkolbenpumpe mit einer Förderleistung von 4,5 Kubikmeter/Stunde.
Die Pumpe wird mit einem 1,5PS Einphasenmotor angetrieben und beim Einschalten der Pumpe fließt sofort Wasser.
Natürlich kann ich mit dieser Leistung keine Wasserlanze aus einem C-Rohr erzeugen, aber die Leistung reicht aus, einen 1.600l Wassertank innerhalb von cá 30 Minuten zu füllen. Druckrohrlänge ist 15m bei 3,5m Förderhöhe.
Das Saugrohr (1Zoll) hat direkt hinter dem Grobfilter ein Rückschlagventil, so daß die Wassersäule auch beim Abschalten der Pumpe bis zum Saugrohrende stehen bleibt. Bei Wasserverlust (schadhaftes Rückschlagventil) fördert die Pumpe nur aus dieser Tiefe, wenn die Saugkammer vorher mit Wasser befüllt wird.
Ich meine, daß die Pumpentechnik vom Ansatz her schon falsch ist. Das Ansaugrohr sollte ständig bis zur Pumpe Wasser führen.
Demnächst werde ich auf eine selbstansaugende Doppelkreiselpumpe umstellen, die sich wenig um die Wassersäule bis 45m Ansaugtiefe kümmert.
Diese ist mit einem Einphasenmotor mit 2,5PS bestückt.
Bosco
P.S. Das Messen im Brunnen kann man sich ersparen, wenn man einen Druckschalter am Pumpenausgang montiert. Der kann keinen Druck messen, wenn die Pumpe trocken läuft.
Beitrag editiert von Bosco
am 18-02-2012 13:59
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Thomas Scherer
822 Beiträge
 Elektor-Experte
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18-02-2012 19:05
Hi Bosco,
45m Ansaugtiefe wäre aber nur auf einem anderen Planeten machbar, oder?
Auch Thailand dürfte der herrschende Luftdruck bei rund 10m ein Vakuum erzeugen beim saugen, nicht?
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