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Laser versorgt fliegenden Helikopter mit Strom

Erscheinungsdatum: 8 September 2010

Laser versorgt fliegenden Helikopter mit Strom

Ein gebündelter Laserstrahl genügt, um einen kleinen, unbemannten Helikopter stundenlang in der Luft zu halten. Das hat LaserMotive, ein Spezialist für die Energieübertragung per Laserstrahl (Beamed Power), im Rahmen der AUVSI Unmanned Systems Conference demonstriert. Immerhin sechs Stunden kann ein Flug dauern, so LaserMotive-Präsident Tom Nugent.

 

Dabei ist es der Motor des 22 Gramm schweren Modellhubschraubers, der die Flugdauer begrenzt. "Es handelt sich um einen kleinen kommerziellen Bürstenmotor, der nicht für einen so langen Betrieb gedacht ist", erklärt Nugent gegenüber dem New Scientist.

 

Bei der Demonstration wurde das Licht einiger Nahinfrarot-Laser in einen sieben Zentimeter breiten Strahl gebündelt, der automatisch den Hubschrauber verfolgt. Das Fluggerät nutzt Photovoltaikzellen, um aus der Energie des Laserstrahls Strom zu gewinnen und den Motor anzutreiben. Im Prinzip fliegt der Minihubschrauber unter Laserantrieb, bis der Motor ausbrennt, so der LaserMotive-Chef. Theoretisch könnte Beamed Power ein unbemanntes Fluggerät aber mit Energie versorgen, solange der Laser nur passend ausgerichtet werden kann.

 

Das sieht das Unternehmen als wesentlichen Vorteil der Technologie. Denn Akkus oder Brennstoffzellen können unbemannten Fluggeräten nur zu einer begrenzten Flugdauer verhelfen. Zwar liegt der Rekordflug einer Solardrohne mittlerweile bei über zwei Wochen. Doch längere Solarflüge mit schweren Geräten bilden noch eine große Herausforderung.

 

LaserMotive dagegen ist überzeugt, dass die Energieübertragung per Laser beispielsweise auch für militärische Helikopter und Drohnen eingesetzt werden kann. Denkbar wäre, dass Fluggeräte über einer Laserbasis interne Akkus aufladen und somit praktisch beliebig lange in der Luft verweilen können.

 

Die Technologie ist prinzipiell sogar für die Energieübertragung bei noch hypothetischen Weltraumaufzügen geeignet. Die NASA hat im November 2009 einen Wettbewerb veranstaltet, wo Kletterroboter an einem 900-Meter-Kabel mit ebendieser Form der Energieversorgung auskommen mussten. Dabei konnte sich LaserMotive als erstes Team 900.000 Dollar Preisgeld sichern.

 

Quelle: pressetext.at

 

Mehr Infos:
http://lasermotive.com




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