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Konzept für sichere Internetgeschäfte: Neuer Personalausweis kommuniziert mit dem Handy

Erscheinungsdatum: 2 März 2010

Konzept für sichere Internetgeschäfte: Neuer Personalausweis kommuniziert mit dem Handy

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (Fraunhofer SIT) präsentiert auf der CeBIT eine Konzeptstudie zur Nutzung des neuen Personalausweises mit Mobilfunkgeräten (Halle 9, Stand B36). Das Handy fungiert dabei gleichzeitig als Internet-Zugang und Lesegerät für den Ausweis. Auf diese Weise könnten Bürgerinnen und Bürger in Zukunft unterwegs Internetgeschäfte oder Behördengänge erledigen. Besonderer Vorteil: Das Konzept funktioniert mit heutigen Handy-Netzen.

 

Am ersten November kommt der neue Personalausweis und mit ihm neue Ausweisfunktionen, die für mehr Sicherheit im Internet sorgen sollen. Integriert ist ein RFID-Chip mit kurzer Reichweite. An NFC-fähige Handys können Daten per Funk übertragen werden, ein spezielles Lesegerät ist nicht nötig. „Noch sind nur wenige Mobilfunkgeräte mit dieser Technik ausgestattet, aber das wird sich ändern“, sagt Forschungsbereichsleiter Mario Hoffmann vom Fraunhofer SIT, „denn die Handhabung ist äußerst bequem und gleichzeitig sehr sicher.“
 
Das Anwendungsszenario: Möchte der Nutzer zum Beispiel per Handy eine Überweisung tätigen, muss er nur im Internet-Programm die Seite seiner Bank besuchen, die über ein offizielles Zertifikat verfügt. Hält er seinen Personalausweis in unmittelbare Nähe des NFC-Handys, baut dieses Kontakt zum Ausweis auf. Um sich mit der neuen eID-Funktion des Ausweises per Internet auszuweisen, muss der Nutzer noch seine sechsstellige PIN eingeben. Da die NFC-Technologie auf wenige Zentimeter begrenzt ist, lässt sich die Kommunikation zwischen Ausweis und Handy nicht abhören.

 

„Der Vorteil dieses Konzepts liegt darin, dass es sich mit den heutigen Mobilfunknetzen verwirklichen lässt. Es sind also keine Investitionen der Telefongesellschaften nötig“, sagt Hoffmann. Um dieses Modell massentauglich zu machen, sind aber noch einige technische Hürden zu überwinden, vor allem bei den Software-Komponenten. „Der sogenannte Bürgerclient und die eCard-API müssen standardkonform implementiert sowie für die unterschiedlichen Handy-Plattformen angepasst werden“, so der Experte.

 

Mehr Infos:
www.sit.fraunhofer.de/...

 

CeBIT-Website:
www.cebit.de




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