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Hochpräzise Nano-Oszillatoren

Mikromechanische Oszillatoren erreichen hohe Stabilität

Erscheinungsdatum: 12 Dezember 2009

Hochpräzise Nano-Oszillatoren
MEMS-Oszillatoren (Micro ElectroMechanical System) erreichen jetzt die Genauigkeit von temperaturkompensierten TCXOs (Temperature Compensated Xtal Oscillators) wodurch sie für den Einsatz in Handys der Generationen 3G und 4G interessant werden. Auch für GPS-Receiver und WLAN-Technik lassen sie sich laut der Bostoner Startup-Firma Sand 9 verwenden, wie bei der Vorstellung ihrer neuen Produkte verlautbart wurde.
 
Sand 9 entwickelt seit 2 Jahren weitgehend geheim neue mikromechanische Systeme. Bei Sand 9 handelt es sich um ein Spin-Off des Physikers Pritiraj Mohanty, der zuvor an der Boston University tätig war und sich mit elektromechanischen Systemen im Nano-Bereich beschäftigte. Dabei wurde ein NEMS (Nanoscale ElectroMechanical System) entwickelt, das Effekte der Quantenmechanik nutzt.
 
Sand 9 liefert im Moment erst Samples der neuen Chips, will aber 2010 die Massenproduktion eines MEMS-Oszillators aufnehmen, der über eine CMOS-Komponente zu Interfacezwecken und für die Temperaturkompensation verfügt. Der Oszillator ist daher als 2-Chip-Stack aufgebaut und dennoch mit den Abmessungen von 0,5 x 1,5 mm und nur 0,8 mm Höhe außergewöhnlich klein.
 
Sand 9 hält insgesamt 24 Patente für die unterschiedlichen Aspekte ihrer MEMS-Entwicklung. Ein großer Unterschied zu gängigen TCXOs ist die Grundfrequenz von 124 anstelle von typisch 5 MHz. Hinzu kommen weitere gute Eigenschaften mit einem Phasenjitter von weniger als 90 und einer hohen Stabilität von ±2,5 ppm in einem Temperaturbereich von -40 bis +85 °C.

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