Vor zwei Tagen, am 21.8.2008, stellte Intels Chief Technology Officer Justin Rattner auf dem Intel Developer Forum (IDF) unter anderen interessanten Dingen ein Konzept der drahtlosen Energieübertragung für mobile Geräte wie Laptops etc. vor. Er demonstrierte, wie immerhin eine 60-W-Glühlampe über eine Entfernung von einigen Dezimetern zum Leuchten gebracht werden kann.
Das Konzept an sich ist nicht wirklich neu und wird zum Beispiel bei etlichen Zahnbürsten oder Rasierapparaten schon seit Jahren genutzt, da sich bei diesen Geräten der Vorteil ergibt, dass keinerlei galvanische Verbindung (Stecker etc.) zum zu ladenden mobilen Zahnputzer bzw. Barthaarabschneider erforderlich ist. Das ist bequem und auch sicherer, wenn man an die in Badezimmern immer vorhandene Feuchtigkeit denkt.
Aber Intels Ambitionen indes gehen da ein ganzes Stück weiter: Während bei der Zahnbürste Leistungen in der Größenordnung von 1 W über wenige mm Luftspalt übertragen werden, fokussiert Intel eher den Bereich von 10...100 W (pro Gerät! - gedacht ist an viele gleichzeitig!) und will diese Leistungen in Zukunft auch gerne über mehrere Meter übertragen! Intels Ingenieure nennen diese Technik „Wireless Resonant Energy Link“ bzw. kurz WREL und angeblich ist auch das renommierte MIT mit von der Partie.
Trotz sich geradezu aufdrängender massiver Probleme mit den hierfür notwendigen enormen hochfrequenten Feldern, welchen Magnetstreifen von Kreditkarten, Herzschrittmacher, Hörgeräte und sonstige Elektronik dabei ausgesetzt werden würden, nimmt Intel dieses Vorhaben völlig ernst und malt ganz trocken Szenarien aus, die durchaus an Science Fiction erinnern: „Imagine being able to walk into an airport or room with your laptop and instead of consuming battery, it is recharged.“