Das E-blocks Starter Kit Professional Paket
Diese Anleitung soll Sie bei der Inbetriebnahme von E-blocks und der zugehörigen Software unterstützen. Nachdem Sie ihr Paket ausgepackt und kontrolliert haben, ob die Lieferung komplett ist, wollen wir Sie zunächst durch die Installation der Flowcode-Software lotsen. Anschließend gibt es ein paar praktische Tipps, damit Sie gleich mit E-blocks und Flowcode loslegen können.
Den Lieferumfang kontrollieren
Im Starterpack müssen folgende Bestandteile enthalten sein:
USB-Kabel
USB-Multiprogrammer (EB006) mit PIC16F877 Mikrocontroller (lose beigelegt)
LCD-Board (EB005)
LED-Board (EB004)
Switch-Board (EB007)
CD mit Flowcode-Software
Matrix-Sampler (Mini-)CD
Installation der Software
Beenden Sie alle unnötigen Applikationen (Browser, E-Mail-Programm etc.) bevor Sie weitermachen. Legen Sie dann die CD mit Flowcode 3 in das optische Laufwerk Ihres PCs. Wenn Sie das so eingestellt haben, startet automatisch der Installer. Andernfalls doppelklicken Sie auf "SETUP.exe".
Eine englischsprachige Installationsanleitung zu Flowcode 3 finden Sie hier.
Erster Einsatz der E-blocks-Hardware
Vor der Inbetriebnahme muss zunächst noch der Multiprogrammer mit einem Mikrocontroller (um-)bestückt werden. Der zugehörige Mikrocontroller vom Typ PIC16F877 liegt getrennt verpackt im Paket. Der auf dem Board standardmäßig befindliche Controller vom Typ PIC16F88 bietet nämlich etwas weniger Möglichkeiten, weshalb er mit dem PIC16F877 ausgetauscht werden sollte. Anschließend werden die Einstellungen des Boards kontrolliert und dann andere E-blocks-Module angeschlossen und das Ganze mit dem PC verbunden, was ein paar zusätzliche Erläuterungen verdient.
Auswechseln des Mikrocontrollers
Achtung: Es darf sich immer nu ein Mikrocontroller auf dem Multiprogrammer-Board befinden! Beim Auswechseln von Chips muss die Stromversorgung des Board in jedem Fall ausgeschaltet sein!
Als erster Schritt wird der Original-Controller aus dem Sockel U18 entfernt. Am besten nimmt man einen ganz kleinen Schraubendreher und hebelt das IC zwischen Gehäuse und Sockel abwechselnd an beiden Schmalseiten vorsichtig heraus. Man sollte darauf achten, dass man kein Beinchen abknickt (siehe Foto). Also abwechselnd an jeder Seite nur wenig hebeln, bis das IC fast parallel herausfällt. Geduld verhindert abgebrochene Beinchen, die nicht nur den Controller unbrauchbar machen, sondern auch im Sockel stecken bleiben könnten.
Der PIC16F877 kommt in den Sockel mit der Bezeichnung U40. Man nimmt das IC aus dem leitenden Schaumgummi, auf dem er geliefert wird und biegt die beiden Reihen an Beinchen auf einer glatten harten Fläche sanft so, dass sie ca. einen 90°-Winkel aufweisen (siehe Foto).
Man probiert, ob alle Beine richtig auf der Fassung aufliegen und drückt dann das IC vorsichtig und gleichmäßig in den Sockel U40. Wenn ein Beinchen nicht will, sofort aufhören und nachjustieren. Passen Sie auf, dass Sie das IC nicht verkehrt platzieren! Die Schmalseite mit der kleinen Aussparung hat einen kleinen Punkt zur Kennzeichnung von Pin1. Diese Seite zeigt richtig Richtung U1, dem IC mit dem weißen Aufkleber (siehe Foto).
Jumper und Schalter 
Auf dem Foto links oben unterhalb der schwarzen Buchse für die Stromversorgung befinden sich ein dreireihiger Jumper-Block (J29). Zum Programmieren eines Mikrocontrollers sollte eine externe Stromversorgung angeschlossen sein und der Jumper so gesteckt sein, wie gezeigt. Um ein Projekt auszuprobieren reicht die Stromversorgung über USB aus. Hierfür muss J29 in die andere Position gesteckt werden.
Als Stromversorgung reicht ein handelsübliches Steckernetzteil mit einer Gleichspannung zwischen 9 V und 15 V. Ein solches kann direkt in die Buchse J6 gesteckt werden (der Minuspol ist der Stift in der Mitte). Man kann auch die entsprechende Spannung von einem Labornetzteil beziehen und dies an die Schraubklemmen „GND“ und „+14V“ anschließen.
Das Board ist über eine interne Schutzdiode verpolungssicher. Wenn die Spannung korrekt gepolt anliegt, dann leuchtet die SMD-LED „LED2“.
Rechts von den Schraubklemmen kann man einen weiteren Jumper-Block sehen, der für normale Zwecke wie abgebildet rechts gesteckt sein muss.
Links unten befinden sich die beiden Schiebeschalter SW1 und SW2. Steht SW2 rechts in Stellung „XTAL“, wird der Mikrocontroller vom Quarz X1 getaktet (Standardeinstellung). SW1 hat nur dann einen Einfluss, wenn SW2 links steht und der Takt mit Hilfe eines RC-Netzwerks generiert wird.
Anschluss weiterer E-blocks-Module
Extra E-blocks-Module werden an die neunpoligen Sub-D-Steckverbinder angeschlossen, von denen es alleine fünf Stück auf dem Multiprogrammer gibt. Einige wenige E-blocks-Module (wie z.B. das LCD-Board) brauchen noch eine extra 5-V-Spannungsversorgung, die man von den beiden mittleren Schraubklemmen „+V“ des Multiprogrammers abgreifen kann.
Wie viele externe Module tatsächlich an den Multiprogrammer angeschlossen werden können, hängt selbstverständlich von der Anzahl an I/O-Ports des verwendeten Mikrocontrollers ab. Der PIC16F887 verfügt über die Ports A...E und kann so alle fünf Steckverbinder bedienen. Zu beachten ist lediglich, dass dann an Port A nur sechs I/O-Leitungen belegt sind und an Port E sogar nur drei. Mit einem 40-poligen Sockel kann man ja keine 5x6 Leitungen bedienen, da ein paar Pins immer auch für andere Zwecke gebraucht werden. Für fast alle Zwecke müsste der PIC16F887 aber ausreichen. Das LCD-Board beispielsweise benötigt nur sechs Leitungen und kann so gut an Port A angeschlossen werden. Wenn man mit Flowcode für einen anderen Mikrocontroller programmiert und die Sache auch dem Multiprogrammer funktioniert, dann muss das allerdings noch lange nicht für den Zielcontroller gelten, falls dieser über weniger Ports verfügt. Auf diesen Punkt sollte man also schon bei der Programmerstellung achten.
Anschluss an den PC
Der Multiprogrammer wird einfach mit dem mitgelieferten USB-Kabel an den PC angeschlossen. Ein spezieller USB-Treiber ist nicht notwendig. Flowcode muss den installierten PIC-Typ automatisch erkennen.
Registrierung von PPP, der PIC-Programmier-Software
Bevor das erste mit Flowcode gestrickte Programm via PPP in den Speicher des Mikrocontrollers übertragen werden kann, muss PPP erst bei Matrix Multimedia registriert werden.

Statt direkt vom Programm aus kann man PPP auch auf dieser Web-Seite www.matrixmultimedia.com/picmicro/pic_ppp_reg.htm registrieren. Kurze Zeit später erhält man ein E-Mail mit dem gewählten „User Name“ und dem „Unlock Code“, den man in obigen Dialog einzugeben hat.
Sollte man im Moment nicht über eine Internetverbindung verfügen, kann man auch zunächst auf „Close“ klicken und die Registrierung ein anderes Mal nachholen.